Buchlese Juni, Juli und August

Das Lesen im Juni war geprägt von freiwilliger Pflichtlektüre mit Deadline:

Bis zum 29. Juni musste bzw. wollte ich die Lösungen für vier Mysteries herausbekommen haben: vier Rätselcaches, bei denen man Fragen zu jeweils einem Buch beantworten muss.
Da hilft also nur eines: Lesen!IMG_9567

Das Känguruh Manifest, die Känguruh Chroniken, die Känguruh Offenbarung von Marc-Uwe Kling

und

Das Weihnachtsgeheimnis“ von Jostein Gaardner.

Also dieses Känguruh macht einen ja ganz schön wirr im Kopf. Und wenn man sich daruaf einlässt, dass ein sprechendes Känguruh ganz normal ist, dann machen auch diese Bücher richtig Spass und sind ein kurzweiliger Zeitvertreib. Und es ist viel erscheckend Wahres in diesen abstrusen Situationen zu finden. Also manchmal auch gesellschaftskritisch und den Spiegel vorhaltend.

Und ja, ich habe die Rätsel lösen können!

Ganz anders dagegen Das Weihnachtsgeheimnis von Jostein Gaardner; obwohl ich wegen des begrenzten Zeitfensters nicht alle Einträge lesen konnte (es waren für das Rätsel nur 12 gefordert) waren diese selbst so schön und berührend geschrieben, dass ich mir vorgenommen habe, diesen Dezember das Buch dann täglich zur Hand zu nehmen und so jeden Adventstag eine Geschichte zu lesen.

Juli war der Lesemonat der leichten und skurrilen Lektüre!

IMG_9574

Wie zwei alte Schachteln einmal versehentlich die Welt retteten von Enzo Fileno Carabba

Morgen kommt ein neuer Himmel von Lori Nelson Spielmann

Der kleine Teeladen zum Glück von Manuela Inusa

 

So Wie zwei alte Schachteln einmal versehentlich die Welt retteten möchte ich alt werden! So skurril und selbständig, so unbeholfen und naiv auf der einen Seite und so zufällig genial auf der anderen. Und so skrupellos……. Hach, wenn das alles so machbar wäre; aber man kann ja daran glauben, und dass in Italien viel mehr absonderliches vorkommen kann als bei uns, das kann ich mir gut vorstellen. Na klar ist es am Ende etwas utopisch, aber vorstellbar wäre es und die Idee, einen italienischen Innenhof zur Falle für gefährlich Mafiosi werden zu lassen und dann den Fluß zum „Saubermachen“ herzunehmen…… tststs, je oller desto doller!

Dagegen ist Morgen kommt ein neuer Himmel um einiges realitätsnaher, aber nicht weniger herzberührend! Und der Gedanke, dass die eigene Mutter über ihren Tod hinaus in das Leben ihrer Tochter lenkend eingreift einerseits rührend, andererseits könnte man es auch übergriffig nennen. Allerdings fiel mir gegen Ende immer mehr die „alles wird gut“-Stimmung ziemlich auf die Nerven und dass sich zum Ende hin alles zum Guten wendet und die Liste tatsächlich „abgearbeitet“ ist und just zum rechten Zeitpunkt auch noch Mr. Right auftaucht, war mir dann doch irgendwie zu gekünstelt und unrealistisch. Da wollte die Autoris unbedingt das komplette Happy End in ihre Geschichte zaubern.

Und ob es wirklich einen Laden und eine Strasse gibt, wo Der kleine Teeladen zum Glück seine Kunden glücklich macht? Zu wünschen wäre es und wenn man dann dort seinen Lieblingstee getrunken hat und glückseelig von dannen schlendert, dann ist man in der Stimmung, die dieses Buch verbreitet: herrlich leicht und glücklich; wenn auch wahrscheinlich etwas realitätsfremd. Aber für den leichten Lesegenuss beim Nachmittagstee genau richtig.

August als klassischer Urlaubsmonat lässt nicht viel Zeit zum Lesen

und doch sind es ein paar Bücher geworden!

Das Erlkönig-Manöver von Robert Lör und Die abenteuerliche Fahrt des Herrn von Drais von Johannes Schweikle.
Im Urlaub kaufe ich immer in der örtlichen Buchhandlung – sofern vorhanden – etwas mit Lokalkollorit und so wanderten Binz und die dicke Berta und Elizabeth auf Rügen von Elizabeth von Arnim in meine Büchertasche.

Als technisch affiner und an Autos interessierter Leser dachte ich beim Erlkönig-Manöver ja eigentlich an einen Krimi um Neuentwicklung von Auto, Wirtschaftskriminalität etc. Pustekuchen, hier jagen Goethe, Schiller, Kleist und Humboldt in einer Verschwörung nach Mainz und dann auf abenteuerlicher Flucht zurück nach Weimar! Das kommt davon, wenn man Bücher nur über den Titel im Bibliothekskatalog bestellt und konsequent weder Cover noch Inhaltsangaben liest. Aber was ein vergnüglicher Roman! Herrlich und unbedingt empfehlenswert. Und wer seine Klassiker kennt, der hat noch mehr Spass. Ein absoluter Volltreffer!

Ein ebenbürtiger Volltreffer – wenn man es von heute rückblickend betrachtet – war die Erfindung des Laufrades des Freiherrn von Drais. Fast kann man Parallelen zu Berta Benz ziehen in Die abenteuerliche Fahrt des Herrn von Drais, die dieser Unternahm, um die Funktionstauglichkeit seiner Erfindung zu beweisen. Leicht und verständlich geschrieben kann man die verzweifelten Versuche des Erfinders miterleben, sein Laufrad der skeptischen Bevölkerung schmackhaft zu machen und wirtschaftlichen Erfolg damit zu erlangen. Ein kleines lesenswertes Buch.

Fortsetzung mit der Urlaubslektüre folgt…..

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dieser Beitrag wurde unter Literatur veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.