Buchlese April und Mai

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Auch wenn der Mai noch nicht vorüber ist, die Zahl der gelesenen Bücher steigt und bevor ich vergesse, was ich Anfang April gelesen habe……

Nele Neuhaus: Schneewittchen muss sterben
Ein spannender Thriller, bestens geeignet zur Prokrastination oder um die wohlgeordnete und geplante Lesereihenfolge der SUB durcheinander zu bringen.
Dass der Protagonist natürlich unschuldig ist, war eigentlich klar, kennt man sich mit der Logik von Kriminalromsnen aus. Trotzdem bleibt die SPannung bis zum Schluß erhalten, auch wenn ich zugeben muss, dass ich nach eineinhalb Monaten schon nicht mehr die Namen und den Täter parat habe. Soll sagen: es blieb jetzt nicht so viel hängen, das mich noch weiter beschäftigen würde. Aber leicht und flott geschrieben; für den Urlaub oder eben mal für Zwischendurch auf jeden Fall empfehlenswert. Das Buch hatte ich aus einem öffentlichen Bücherregal und dorthin werde ich es auch wieder zurückbringen.

Jeong Yu-Jeong: Der gute Sohn
Yu-jin erwacht blutverschmiert und findet im Erdgeschoß seine Mutter ermordet vor. Die Frage nach dem Mörder stellt sich für den Leser, der aus der Ich-Perspektive des Yu-jiin alles hautnah miterlebt. Und die grausame Wahrheit schleicht sich gemein durch die seelische Hintertür hinein.
Die für mich fremde und zugleich faszinierende Seelenwelt des koreanischen jungen Mannes; aber auch das so ganz andere Lebensgefühl der Menschen im nächsten Umfeld ließ mich immer wieder erschauern und obwohl doch ziemlich schnell klar war, wer der Täter ist; nicht nur des Muttermordes, sondern auch der weiteren Morde, so zieht einen doch die Faszination des Bösen, der Thrill ob auch die nächste Tat ungesühnt bleiben kann und das kalte Vorgehen des Täters in seinen Bann. Der Täter, der  nach der Selbsterkenntnis seiner Taten und der Ursache, wieso und weshalb er diese Taten beging und begeht, geläutert erscheint, lässt den Leser mit der besorgniserregenden Erkenntis zurück, dass das nächste Mordopfer schon in Reichweite ist.
Ein Blick in gleich mehrere fremde Welten, seelisch und kulturell. Absolut faszinierend und spannend und empfehlenswert. Mal sehen, ob die Bibliothek auch noch andere Werke der Autorin hat.

Carlo Schäfer: Schlusslicht
Mal wieder ein Krimi aus der Heimatregion, allerdings hatte ich von dieser Reihe um Kriminaloberkommissar Theuer noch keinen vorher gelesen. Beste Voraussetzungen für den angekündigten letzten Krimi dieser Reihe. Die Frage steht also im Raum, ob es sich überhaupt lohnt, noch anzufangen, wenn „eh schon elles am End‘ iss‘!“ Und ja, viele Anspieleunge laufen bei mir ins Leere, weil ich die Eigenheiten und Vorgeschichten des Kommissars und seines Teams nicht kenne.
Das ist wohl auch mit ein Grund dafür, dass ich in den Anfängen steckengeblieben bin und nicht weiß, ob ich noch weiterlesen will. Vielleicht erschließt sich der „Kultstatus“ des Herrn Theuer ja erst mit der Zeit und der Lektüre der früheren Romane. Erstaunlicherweise hat unsere Bib. die Vorgängerromane; na ich werde mich mal in die Anfangsgründe begeben und dann schauen, ob mich Kriminalkommissar Theuer fesseln kann.

William Boyd: Blinde Liebe
Als ich diesen neuesten Roman bei uns in der Bib gefunden hatte, habe ich mich ehrlich gefreut; gehört Boyd doch zu meinen Lieblingsautoren (siehe hier und hier)
504 Seiten Hochgenuss erwarten mich; anscheinend bin ich der erste Leser, das Bändchen noch unschuldig im Buchblock eingefaltet wandert nun täglich ein gehöriges Stück weiter und weiter. Brodie Moncur, ein Schotte im Viktorianischen Zeitalter zuerst in Paris,dann weiter in der Welt unterwegs; wie gerne folgt man ihm und wünscht ihm nur alles Gute in seinem Leben.  Man fühlt und zittert mit ihm, wenn er erste geschäftliche Erfolge für seine Firma einfädelt; leidet mit ihm, wenn unlautere Mitarbeiter seinen Ruf zu ruinieren drohen und seufzt innerlich, wenn er mal wieder seiner Herzensdame erfolglos begegnet ist. Noch steh ich am Anfang des Buches, aber hach, wann ist endlich Wochenende?

 

und noch ein Tipp zum Schluß:

Gerade bei „Unkraut vergeht nicht… oder doch?“ herausgekommen ist eine Rezension zu einer vielversprechenden BBc Miniserie: „The Replacement“

 

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