Post aus der Vergangenheit – der Stempel

G DE DIJON / 13 S / 4 DEN kann man Rand des Stempels entziffern. In der Mitte ein Stab, der sich am unteren Ende in 3 Teilen; 2 davon rechts und links abstehend präsentiert.

Oberhalb der ‚Abzweigung‘ stehen jeweils zu den Seiten zwei Federn ab. Das obere Ende des Stabes könnte man als Lilie interpretieren.

Zuerst dachte ich, dass es sich so um eine Art Wasserzeichen des Pergamenthändlers handelt; so wie bei uns schweres Büttenpapier auch noch ein Wasserzeichen trägt. Aber der zweite Bögen ist sozusagen links herum geheftete; also mit der rauben Rückseite als Vorderseite und auf dieser Seite ist auch der Stempel. Bei einem Wasser- oder Händlerzeichen hätte man jedoch darauf geachtet, dass die gute, also glatte Seite immer die Vorderseite sein würde.

Dann stieß ich im Netz aber auf eine Abbildung eines ähnlichen Stempels und las, dass es sich hierbei um den Portostempel handelte! Könnte dies hier auch der Fall sein, dann könnte der Brief aus der Gegend von Dijon stammen und die 13 S könnten der Preis, nämlich 13 Sous bedeuten. Aber was sind dann die 4 DEN?

Oder verirre ich mich gerade auf einen Holzweg?

Es handelt sich vielleicht aber auch um einen Stempel, der bedeutet, dass es sich hierbei um ein Rechtsdokument handelt und das G de Dijon kann aufgelöst werden zu: Généra de Dijon; aber die Quellen, die ich jetzt hier quick and dirty nur im Internet befragen konnte, halfen mir jetzt nicht gerade weiter.

Nun, dann werde ich mich wohl mal in die Tiefen der Bibliothek begeben und Literatur über das Postwesen im 18. Jahrhundert im allgemeinen und in Frankreich im Besonderen suchen.

Und gleichzeitig versuchen, etwas über die Gerichtsbarkeit oder das zivile Rechtswesen in Frankreich zu finden.

Parallel dazu habe ich eine interessante Seite der Universität Wien über die alten Handschriften gefunden und bin schon fleissig am Üben, um die vorgegebenen Schriftproben zu entziffern. Danach sollte das Transkribieren doch ein Klacks sein, oder?

 

 

 

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