Ein Gedicht verfilmen…. The Listeners Take 2 ff

Take 2:

And a bird flew up out of the turret,
Above the Traveller’s head:

Szene: Lassen wir hier ein paar Krähen, Elstern etc. krächzen und in ihren Bäumen sitzen. Ein paar fliegen heran und wieder weg, kreisen über den öden Grünflächen. Es ist immer noch ein düsterer Tag hin zum Abend.
Nahaufnahme: Eine Krähe auf einem der verlassenen Spielgeräte, flattert zum Boden und zieht und zerrt an etwas, das sich als alte Puppe identifizieren lässt.
Verwelktes Laub weht um die alte, defekte Wippe, wirbelt herum und bleibt bei einem alten Darhtmülleimer hängen, indem man noch eine alte Zeitungsseite mit einer Schlagzeile von vor ein paar Jahre sieht. Das Bild ist so bekannt, dass man die Zeit, aus der es stammt, mühelos einordnen kan, die Schriftzeichen sind unlesbar. (Fällt mir gerade Tschernobyl ein)

Take 3:

And he smote upon the door again a second time;
‘Is there anybody there?’ he said.

Nahaufnahme: Man sieht wieder das Klingeltableau. Er drückt wieder, mehrmals, ungeduldig. Dann die Klingelknöpfe drumherum, zum Schluss mit der ganzen Hand wahllos.
Dazwischen ruft er , zurücktretend und zu den Fenster emporblickend, immer wieder etwas nach oben.

But no one descended to the Traveller;
No head from the leaf-fringed sill
Leaned over and looked into his grey eyes,
Where he stood perplexed and still.

Nahaufnahme: Er drückt nochmals mit beiden Händen auf die Klingelknöpfe, stösst sich dann ab und tritt von der Eingangstür zurück, um an den Fenstern entlang irgendeine Spur von Leben zu finden.

Der Schwenk: geht mit seinem Blick nach oben, nur blinde, zerschlagene oder vernagelte Fensterscheiben, Ein Rollladen hängt weiter oben lose und pendelt im Wind.

Rückblende: Sommertag, spielende Kinder auf einem Spielplatz; man erkennt, dass es dieselbe Siedlung ist. Rufen, Klingeln, der Schwenk geht an eines der Fenster des jetzt ordentlich verputzten Hauses, Das Fenster geht auf, ein Kind ruft etwas herunter, Fenster zu, Eingangstür wird aufgerissen und das Kind stürmt heraus und begrüßt seinen Freund.
Alles- wie im Nebel, ein bisschen unscharf, überbelichtet. Man erkennt zwar alles, aber eben nicht scharf.
Die zwei Freunde rennen zum Spielplatz, man erkennt in dem einen den Reisenden. Das Bild morpht zum jetztigen Reisenden, der nun ziemlich verloren immer noch an den Häusern entlagblickt.

Take 4:

But only a host of phantom listeners
That dwelt in the lone house then
Stood listening in the quiet of the moonlight
To that voice from the world of men:
Stood thronging the faint moonbeams on the dark stair,
That goes down to the empty hall,
Hearkening in an air stirred and shaken
By the lonely Traveller’s call.

Szene: Es ist inzwischen düster geworden. Das fahle Mondlicht schiebt sich immer wieder hinter Wolken hervor und strahlt dann durch die Fenster. Im Innern des Treppenhauses. Putz blättert ab. Graffiti an den Wänden. Eingetretene Wohnungstür.Man erkennt noch Überreste eines alten gekachelten Wandschucks. In früheren Zeiten muss das ein schön hergerichtetes Treppenhaus gewesen sein. Auf dem Treppenabsatz sind die Scheiben der Fenster zerborsten / blind. Durch die undichten Rehmen weht der Wind, Staub wirbelt auf, Blätter werden im Kreis herumgewirbelt.

Man sieht von innen die schemenhafte Kontur des reisenden aussen vor der Tür, wie er klingelt und versucht reinzuspähen. Man hört das Klingeln.

Im gleichen Augenblick ist man wieder in einer

Rückblende: Kinder rennen die Treppe hinunter, aus der offenen Wohnungstür kommt eine junge Frau heraus – wohl die Mutter – und ruft ihnen etwas hinterher. Am Treppenabsatz dreht ein Kind sich um, antwortet lachend und rennt dann weiter. Es ist wieder das gleiche Kind wie vorhin. Man sieht, dass es das gleiche Hausinnere ist. Die Mutter steht noch in der Wohnungstüre, spricht jetzt mit einer anderen Person, die man nicht sieht. Durch das Treppenfenster scheint die Sonne, der Vorhang whet leicht im Wind. Alles in allem eine friedliche heitere Stimmung.  Dann morpht das Bild wieder zur Jetztzeit. Statt der Sonne nur das fahle Mondlicht, das Treppenhaus verlassen, die Wohnungstür eingetreten, Dreck weht die Treppe hinunter.

Take 5: folgt in Kürze.

 

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