IVV Ober-Ramstadt 6. Juni 2010

Man hatte mich gewarnt! Ober-Ramstadt liegt im hügeligen UNESCO-Naturpark Bergstraße- Odenwald und dementsprechend sei die Strecke natürlich anspruchsvoller als in Speyer. Zumal wenn man, wie ich, die 20 km absolvieren wolle.

Ausgewiesen waren 5 km, 11 km und 20 km Strecken, die alle einen gemeinsamen Anfang im Ortskern von Rohrbach, einem „Stadtteil“ von Ober-Ramstadt, hatten.

Wahre Heerscharen machten sich mit mir gegen 10:00 Uhr auf den Weg, das Wetter versprach hei und sonnig zu werden, doch der erste Anstieg führte einen schon gleich aus dem Ort hinaus auf einen Waldrand hinauf, von dem man einen ersten wunderschönen Rundblick auf den Naturpark Bergstraße-Odenwald geniessen konnte.

Und dann ging es munter bergauf und bergab, lauschige Waldpfade wechselten sich mit Feldwegen zwischen Rapsfeldern ab und nach jedem Abstieg folgt unweigerlich ein Anstieg. Dann endlich! Die erste Verpflegungsstation kam in Sicht: „Sie sind hier auf dem niedrigsten äpunkt Ihrer Wanderung angelangt“
Sollte das zur Aufmunterung dienen, so verfehlte es bei den meisten seinen Zweck; hatte man doch gerade erst 4,5 km Wegstrecke hinter sich gebracht!
Nach einem der zahlreichen Anstiege teilte sich dann die Strecke und oh Wunder, ich fand mich ploetzlich allein auf weiter Flur! Waren die meisten, die eben am Berg noch flott an mir vorbeigezogen waren, nach rechts abgebogen und hatten den 10 km Weg gewaehlt. Keine Kondition mehr, die jungen Maenner heutzutage.

Dann ploetzlich in einem Waldstueck eine Gedenkstaette, wohl fuer Gefallene des ersten Weltkriegs aus dem nahen Ort. Kreisfoermig angeordnete Grabsteine mit einem großen Gedenkstein am hoechsten Punkt des leicht ansteigenden Gelaendes.

Weiter ging es durch Feld und Wald, vorbei an Lupinen, Wiesenwege hinab und an unvermutet im Grashang liegenden Steinformationen.

Dann endlich die nächste station, nachdem man eine Treppe im Wald erklommen hatte; naja erkrochen wäre wohl wahrheitsgemässer, in dem Teil der Strecke hatte ich wohl gerade meinem konditionellen Tiefpunkt.

Danach ging es durch einen Ort und von da an nur noch mäßig hügelig zur letzten Station, wo man dann alte Bekannte wiedertraf; sie gingen verließen immer dann die Station, wenn ich ankam.

Noch einmal stärken mit gesüsstem Tee und einem Frischkäsebrot; ja ich gebe es zu und dann auf die letzten Kilometer durchs Feld zurück nach Ober-Ramstadt; welche Freude die Halle zu erblicken und was für ein Gefühl, dann den Stempel und den Eintrag von 20 km im Wertungsheft zu sehen.

Nach einem Schuhwechsel im Auto und der knapp einstündigen Rückfahrt war ich schon wieder so fit, dass am frühen Abend noch ein paar Caches gepflückt werden konnten. Konnte es kaum glauben, aber ich war fit.

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2 Antworten zu IVV Ober-Ramstadt 6. Juni 2010

  1. JT schreibt:

    Netter Bericht. Vor allem weil die Gegend wirklich schön ist. Als original Odenwälder bin ich natürlich die Berge gewöhnt. Aber Du hast schon recht, die erste Steigung aus Ober-Ramstadt raus kann bitter sein 😉

    Dann mal noch viel Spaß bein Wandern und natürlich Bloggen. Freue mich auf weitere Beiträge.

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    • The Wanderer schreibt:

      Hallo JT
      das hört sich ja fast so an als hättest Du Heimweh!;-))

      Tja, ich freue mich zwar auch immer auf Flachwanderungnen, aber bergige Touren sind in der Tat landschaftlich und konditionell interessanter; u es mal wertfrei auszudrücken…

      Grüßle ins Rheinland

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