SUB nicht SUV!

Obwohl……
Wenn ich alle Mitglieder meiner SUB-Herde ins Auto packen wollte, dann bräuchte ich wohl schon so etwas wie einen SUV.

Der gemeine SUB lebt vornehmlich in leseaffiner Umgebung und entwickelt sich meistens prächtig, ist er einmal heimisch geworden.
Verschiedene Anstrengungen des Homo legens, die Einwanderung des noch jungen und kleinen SUBs zu verhindern, enden meist erfolglos, da der SUB es schafft, sich meisterlich zu tarnen und bei Entdeckung durch den Menschen schon zu groß ist, um aus seinem Habitat vertrieben zu werden.

Doch der SUB ist kein Einzelgänger, beileibe nicht. Er taucht nicht nur in Wohnzimmern auf dem Couchtisch auf, nein, meistens hat sich nach der Besetzung des Reviers durch den ersten SUB schnell eine kleine Herde gebildet, die sich auch liebend gerne im Schlafzimmer auf dem Nachtischchen ansiedelt oder sogar in Badezimmern wurden schon robuste und wasserfeste Exemplare gesichtet. Diese bleiben von Natur aus doch eher klein im Wuchs, da sie dort zahlreichen Gefahren ausgesetzt sind.

Auf Schreibtischen, Bücherregalen und in Büros sind die besten Voraussetzungen gegeben, um seinen SUB prächtig gedeihen zu lassen. Eine neue Spezies, die erst seit ein paar Jahren in unsere Menschenwelt eingewandert ist, ist der eSUB.
Er lebt gänzlich im Verborgenen, was ihn in Zukunft wahrscheinlich unheimlich erfolgreich machen wird. Ob und wie er die Polulation der „Haus-SUB“ beienträchtigen wird, kann man noch nicht vorhersagen, dafür ist sein Erscheinen noch von zu kurzer Dauer.
Aber er hat fast keine Grenzen zu befürchten und da er sich an die Gewohnheiten des Homo Smartphoniensis sehr gut anpasst, wird er wahrscheinlich in ein paar Jahren die erfolgreichste Unterart des SUBs werden. Es gibt verschiedene Gattungen, den apfelliebenden, den androiden und den universell in allen Umgebungen lebensfähigen eSUB. Auch wurden schon hörbare eSUB entdeckt; sie wanderten wahrscheinlich aus Amazonien und iTunien ein.

So kann es vorkommen, dass in einem Haushalt eines singulären Homo legens durchaus eine Herde von 5 bis 10 SUBs ihr Habitat gefunden hat; leben mehrere Homo legens in einem Haushalt zusammen, kann sich die Zahl schnell exponentiell erhöhen.

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Buchlese Juni, Juli und August

Das Lesen im Juni war geprägt von freiwilliger Pflichtlektüre mit Deadline:

Bis zum 29. Juni musste bzw. wollte ich die Lösungen für vier Mysteries herausbekommen haben: vier Rätselcaches, bei denen man Fragen zu jeweils einem Buch beantworten muss.
Da hilft also nur eines: Lesen!IMG_9567

Das Känguruh Manifest, die Känguruh Chroniken, die Känguruh Offenbarung von Marc-Uwe Kling

und

Das Weihnachtsgeheimnis“ von Jostein Gaardner.

Also dieses Känguruh macht einen ja ganz schön wirr im Kopf. Und wenn man sich daruaf einlässt, dass ein sprechendes Känguruh ganz normal ist, dann machen auch diese Bücher richtig Spass und sind ein kurzweiliger Zeitvertreib. Und es ist viel erscheckend Wahres in diesen abstrusen Situationen zu finden. Also manchmal auch gesellschaftskritisch und den Spiegel vorhaltend.

Und ja, ich habe die Rätsel lösen können!

Ganz anders dagegen Das Weihnachtsgeheimnis von Jostein Gaardner; obwohl ich wegen des begrenzten Zeitfensters nicht alle Einträge lesen konnte (es waren für das Rätsel nur 12 gefordert) waren diese selbst so schön und berührend geschrieben, dass ich mir vorgenommen habe, diesen Dezember das Buch dann täglich zur Hand zu nehmen und so jeden Adventstag eine Geschichte zu lesen.

Juli war der Lesemonat der leichten und skurrilen Lektüre!

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Wie zwei alte Schachteln einmal versehentlich die Welt retteten von Enzo Fileno Carabba

Morgen kommt ein neuer Himmel von Lori Nelson Spielmann

Der kleine Teeladen zum Glück von Manuela Inusa

 

So Wie zwei alte Schachteln einmal versehentlich die Welt retteten möchte ich alt werden! So skurril und selbständig, so unbeholfen und naiv auf der einen Seite und so zufällig genial auf der anderen. Und so skrupellos……. Hach, wenn das alles so machbar wäre; aber man kann ja daran glauben, und dass in Italien viel mehr absonderliches vorkommen kann als bei uns, das kann ich mir gut vorstellen. Na klar ist es am Ende etwas utopisch, aber vorstellbar wäre es und die Idee, einen italienischen Innenhof zur Falle für gefährlich Mafiosi werden zu lassen und dann den Fluß zum „Saubermachen“ herzunehmen…… tststs, je oller desto doller!

Dagegen ist Morgen kommt ein neuer Himmel um einiges realitätsnaher, aber nicht weniger herzberührend! Und der Gedanke, dass die eigene Mutter über ihren Tod hinaus in das Leben ihrer Tochter lenkend eingreift einerseits rührend, andererseits könnte man es auch übergriffig nennen. Allerdings fiel mir gegen Ende immer mehr die „alles wird gut“-Stimmung ziemlich auf die Nerven und dass sich zum Ende hin alles zum Guten wendet und die Liste tatsächlich „abgearbeitet“ ist und just zum rechten Zeitpunkt auch noch Mr. Right auftaucht, war mir dann doch irgendwie zu gekünstelt und unrealistisch. Da wollte die Autoris unbedingt das komplette Happy End in ihre Geschichte zaubern.

Und ob es wirklich einen Laden und eine Strasse gibt, wo Der kleine Teeladen zum Glück seine Kunden glücklich macht? Zu wünschen wäre es und wenn man dann dort seinen Lieblingstee getrunken hat und glückseelig von dannen schlendert, dann ist man in der Stimmung, die dieses Buch verbreitet: herrlich leicht und glücklich; wenn auch wahrscheinlich etwas realitätsfremd. Aber für den leichten Lesegenuss beim Nachmittagstee genau richtig.

August als klassischer Urlaubsmonat lässt nicht viel Zeit zum Lesen

und doch sind es ein paar Bücher geworden!

Das Erlkönig-Manöver von Robert Lör und Die abenteuerliche Fahrt des Herrn von Drais von Johannes Schweikle.
Im Urlaub kaufe ich immer in der örtlichen Buchhandlung – sofern vorhanden – etwas mit Lokalkollorit und so wanderten Binz und die dicke Berta und Elizabeth auf Rügen von Elizabeth von Arnim in meine Büchertasche.

Als technisch affiner und an Autos interessierter Leser dachte ich beim Erlkönig-Manöver ja eigentlich an einen Krimi um Neuentwicklung von Auto, Wirtschaftskriminalität etc. Pustekuchen, hier jagen Goethe, Schiller, Kleist und Humboldt in einer Verschwörung nach Mainz und dann auf abenteuerlicher Flucht zurück nach Weimar! Das kommt davon, wenn man Bücher nur über den Titel im Bibliothekskatalog bestellt und konsequent weder Cover noch Inhaltsangaben liest. Aber was ein vergnüglicher Roman! Herrlich und unbedingt empfehlenswert. Und wer seine Klassiker kennt, der hat noch mehr Spass. Ein absoluter Volltreffer!

Ein ebenbürtiger Volltreffer – wenn man es von heute rückblickend betrachtet – war die Erfindung des Laufrades des Freiherrn von Drais. Fast kann man Parallelen zu Berta Benz ziehen in Die abenteuerliche Fahrt des Herrn von Drais, die dieser Unternahm, um die Funktionstauglichkeit seiner Erfindung zu beweisen. Leicht und verständlich geschrieben kann man die verzweifelten Versuche des Erfinders miterleben, sein Laufrad der skeptischen Bevölkerung schmackhaft zu machen und wirtschaftlichen Erfolg damit zu erlangen. Ein kleines lesenswertes Buch.

Fortsetzung mit der Urlaubslektüre folgt…..

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Buchlese April und Mai

white ceramic teacup with saucer near two books above gray floral textile

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Auch wenn der Mai noch nicht vorüber ist, die Zahl der gelesenen Bücher steigt und bevor ich vergesse, was ich Anfang April gelesen habe……

Nele Neuhaus: Schneewittchen muss sterben
Ein spannender Thriller, bestens geeignet zur Prokrastination oder um die wohlgeordnete und geplante Lesereihenfolge der SUB durcheinander zu bringen.
Dass der Protagonist natürlich unschuldig ist, war eigentlich klar, kennt man sich mit der Logik von Kriminalromsnen aus. Trotzdem bleibt die SPannung bis zum Schluß erhalten, auch wenn ich zugeben muss, dass ich nach eineinhalb Monaten schon nicht mehr die Namen und den Täter parat habe. Soll sagen: es blieb jetzt nicht so viel hängen, das mich noch weiter beschäftigen würde. Aber leicht und flott geschrieben; für den Urlaub oder eben mal für Zwischendurch auf jeden Fall empfehlenswert. Das Buch hatte ich aus einem öffentlichen Bücherregal und dorthin werde ich es auch wieder zurückbringen.

Jeong Yu-Jeong: Der gute Sohn
Yu-jin erwacht blutverschmiert und findet im Erdgeschoß seine Mutter ermordet vor. Die Frage nach dem Mörder stellt sich für den Leser, der aus der Ich-Perspektive des Yu-jiin alles hautnah miterlebt. Und die grausame Wahrheit schleicht sich gemein durch die seelische Hintertür hinein.
Die für mich fremde und zugleich faszinierende Seelenwelt des koreanischen jungen Mannes; aber auch das so ganz andere Lebensgefühl der Menschen im nächsten Umfeld ließ mich immer wieder erschauern und obwohl doch ziemlich schnell klar war, wer der Täter ist; nicht nur des Muttermordes, sondern auch der weiteren Morde, so zieht einen doch die Faszination des Bösen, der Thrill ob auch die nächste Tat ungesühnt bleiben kann und das kalte Vorgehen des Täters in seinen Bann. Der Täter, der  nach der Selbsterkenntnis seiner Taten und der Ursache, wieso und weshalb er diese Taten beging und begeht, geläutert erscheint, lässt den Leser mit der besorgniserregenden Erkenntis zurück, dass das nächste Mordopfer schon in Reichweite ist.
Ein Blick in gleich mehrere fremde Welten, seelisch und kulturell. Absolut faszinierend und spannend und empfehlenswert. Mal sehen, ob die Bibliothek auch noch andere Werke der Autorin hat.

Carlo Schäfer: Schlusslicht
Mal wieder ein Krimi aus der Heimatregion, allerdings hatte ich von dieser Reihe um Kriminaloberkommissar Theuer noch keinen vorher gelesen. Beste Voraussetzungen für den angekündigten letzten Krimi dieser Reihe. Die Frage steht also im Raum, ob es sich überhaupt lohnt, noch anzufangen, wenn „eh schon elles am End‘ iss‘!“ Und ja, viele Anspieleunge laufen bei mir ins Leere, weil ich die Eigenheiten und Vorgeschichten des Kommissars und seines Teams nicht kenne.
Das ist wohl auch mit ein Grund dafür, dass ich in den Anfängen steckengeblieben bin und nicht weiß, ob ich noch weiterlesen will. Vielleicht erschließt sich der „Kultstatus“ des Herrn Theuer ja erst mit der Zeit und der Lektüre der früheren Romane. Erstaunlicherweise hat unsere Bib. die Vorgängerromane; na ich werde mich mal in die Anfangsgründe begeben und dann schauen, ob mich Kriminalkommissar Theuer fesseln kann.

William Boyd: Blinde Liebe
Als ich diesen neuesten Roman bei uns in der Bib gefunden hatte, habe ich mich ehrlich gefreut; gehört Boyd doch zu meinen Lieblingsautoren (siehe hier und hier)
504 Seiten Hochgenuss erwarten mich; anscheinend bin ich der erste Leser, das Bändchen noch unschuldig im Buchblock eingefaltet wandert nun täglich ein gehöriges Stück weiter und weiter. Brodie Moncur, ein Schotte im Viktorianischen Zeitalter zuerst in Paris,dann weiter in der Welt unterwegs; wie gerne folgt man ihm und wünscht ihm nur alles Gute in seinem Leben.  Man fühlt und zittert mit ihm, wenn er erste geschäftliche Erfolge für seine Firma einfädelt; leidet mit ihm, wenn unlautere Mitarbeiter seinen Ruf zu ruinieren drohen und seufzt innerlich, wenn er mal wieder seiner Herzensdame erfolglos begegnet ist. Noch steh ich am Anfang des Buches, aber hach, wann ist endlich Wochenende?

 

und noch ein Tipp zum Schluß:

Gerade bei „Unkraut vergeht nicht… oder doch?“ herausgekommen ist eine Rezension zu einer vielversprechenden BBc Miniserie: „The Replacement“

 

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It’s a Boy…….. and a girl…. and another girl and a boy and and and……

Nachdem wir am Karfreitag das Meisengelege entdeckt hatten, sind nun nach 18 Tagen eifrigen Brütens sieben hungrige Mäuler zu sehen gewesen. Ab jetzt heisst es jagen und füttern im Akkord!

Und was da so herbeigeschafft wird: Wespen, Raupen, Maden….

Und im Hintergrund derweil fliegen die jungen Grünfinken und fallen über das Vogelhäuschen her.

Und wer ist das? Ein scheuer Gast, der nur einen Zufallsschuss durch die Scheibe zuliess.

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Gartengäste im April

Es wird langsam belebter in unserem doch noch sehr schattigen Garten. Schattig deshalb, weil an der Ostseite der dreigeschossige Häuserblock steht und an der Süd- und Westseite große laub und Nadelgehölze ihren Platz haben. Zum Glück kämpft sich die Sonne nun immer besser durch die Lücken und es ist allgemein wärmer geworden.

Unsere Nisthäuschen werden zwar wie im letzten Jahr geflissentlich ignoriert, aber trotzdem zwitschert und tirilliert es ab morgens in der Früh.

p1030039.jpgInzwischen wieder regelmäßige Gäste sind ein Buchfinkenpärchen und mehrere Grünfinken. Die Grünfinken balgen sich am kleinen Futterhäuschen immer so schön…P1030064

Zum erstem Mal im Garten gesehen habe ich diese Singdrossel; die meisten ihrer Vertreter habe ich bis jetzt eher auf dem Uni-Campus abgelichtet. Möge sie sich an unseren reichlich vorhandenen Schnecken gütlich tun!
p1030056.jpgWir werden Eltern! Also im übertragenen Sinne, da wir doch ab jetzt mit die Verantwortung haben für die kleinen, hoffentlich alle ausschlüpfenden Kohlmeisen.
Zum Glück schaute ich in die Amphore, bevor ich sie an ihren eigentlichen Standort im Rasen transportieren wollte: und siehe da, die Meisen waren schneller! Zwar hatte ich die Mietinteressenten schon vor ein paar Wochen mal in der Nähe gesehen, aber dass sie so schnell eingezogen sind… Nun gut, ein paar Verschönerungsarbeiten sind wohl noch im Gange, wie man auf dem einen Foto sieht, aber die Innenausstattung sieht doch schon sehr bequem aus, oder? P1030053
Seit wir das Nest am Karfreitag entdeckt haben, habe ich nur noch gestern einmal gaaaanz vorsichtig hineingelugt und gesehen, dass fleißig gebrütet wird; welch ein Glück, dass unter der Woche der Garten nicht so oft genutzt wird, da haben die zwei Elternvögel Ruhe vor diesen neugierigen Nachbarn.

Vor zwei oder drei Jahren waren schon einmal Meisen zu Gast in der Amphore, aber ich glaube, damals waren es Blaumeisen. Muss mal die alten Fotos rauskramen.

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Es sprießt und grünt….

in meinem Bücherregal!
Zum Frühlingsanfang, als Inspiration oder als Unterstützung für den grünen Daumen hier eine Auswahl an Büchern, die alle irgendwie etwas mit Blumen, Gärten und deren Erschaffern zu tun haben. Als Appetizer immer der Anfang des ersten Kapitels.
Dass die Mehrheit der Bücher aus Großbritannien stammt, sollte langsam nicht verwundern…

Beth Chatto, Christopher Lloyd: Dear Friend and Gardener! Ein Briefwechsel über das Leben, das Gärtnern und die Freundschaft. Dt. Verlags-Anstalt 2013
Sonntag, den 14. Januar
Liebe Beth,
so langsam geht es mir nach meiner Grippe wieder besser. Ich habe die ganze letzte Nacht vor meinem Kamin verbracht, da ich in der Nacht zuvor nicht aufhören konnte zu husten, sobald ich mich hingelegt hatte. Das hat ganz gut getan.
Immerhin kann ich jetzt wieder klare Gedanken fassen. Und zum Glück sind keine Besucher da…
Apropos Besucher fällt mir eine Frage wieder ein, die mir schon länger durch den Kopf geht, nämlich ob es wirklich notwendig ist, in Trockenphasen zu gießen.

Robin Lane Fox: Der Englische Gärtner : Leben und Arbeiten im Garten. Klett-Cotta 2018
„Der Winter ist für besonnene Gärtner eine willkommene Jahreszeit. Die Wintermonate mit ihren kurzen, heftigen Kälteperioden begrenzen außerhalb von Städten, die normalerweise wärmer sind, die Tätigkeitsmöglichkeiten im Garten; und es gibt die dunklen, verregneten Tage und die Sturmwarnungen, von denen einige dann auch tatsächlich wahr werden.Diese Grenzen werden allerdings durch die wärmeren Durchschnittstemperaturen der vergangenen zwanzig Jahre ausgeweitet; wir haben in einem heutigen Februar sehr viel mehr Tage mit klarem, überraschendem Sonnenschein als früher. Bedeutende Gärtner haben mich hin und wieder eingeladen, um ihre Gärten im Spätwinter zu besichtigen – sie haben sich der Meinung von Valerie Finnis angeschlossen[…], dass der Garten im Februar am besten aussieht.“

Russell Page: The Education of a Gardener. Harvill 1994
In search of style
Garden-making, like gardening itself, concerns the relationship of the human being to his natural surroundings. The idiom has changed from place to place and from one period to another, wether we consider the smallest medieval herb garden, a tiny fomal pattern set against the curtain wall of a fortified castle, or the enormous perpectives which Le Nôtre cut symmetrically through the gentle slopes and the forests of the Ile de France. Occasionally gardesn have been used for wider and deeper intention. a handful of men working within the Zen sect of Buddhism created gardens in fifteenth-century Japan which were, and stillk are, far mor than merely an aesthetic expression. And what ist left of the earlier Mogul gardens in India suggests that theri makers were acquainted with what lay behind the flowering of the Sufi movement in High Asia and so sought to add further dimensions to their garden scenes.“

Alec Bristow: Gardening in Retirement. Cassell 1992
Dafür bin ich definitv noch nicht die richtige Zielgruppe! Deshalb wurde dieses Buch auch nur bearbeitet, aber nicht gelesen;-))

H. E. Bates: Through the Woods. Frances Lincoln Publishers 1995
„The Wood in April
The wood is not far from the house. You can see it, in fact, from the windows. We might as well go straight down to it.
It is one of those early April mornings that are neither warm nor cold and the light on the land is a kind of spring-half-light, not shadow and not sun, a soft and rather treacherous glimmering from behind the north-west cloud.“

Celia Thaxter: An Island Garden. Cassell 1988 Reprint 1894
„At the Isles of Shoals, among the ledges of the largest island, Appledore, lies the small garden which in the following pages I have endeavored to descreibe. Ever since I could remember anything, flowers have been like dear friends to me, comforters, inspirers, power to uplift an to cheer. A lonely child, living on the light house island ten miles away from the mainland, every blade of grass that sprang out of the ground, every humbest weed, was precious in my sight, and I began a little garden when not more than five years old. From this, year after year, the larger one, which has given so much pleasure to so many people, has grown. The first small bed at the lighthouse island contained olnly Marigolds, pot Marigolds, fire-colored blossoms which were the joy of my heart and the delight of my eyes.“
Noch zwei Bildbände zum schwelgen:

Allison Kyle Leopold: The Victorian Garden. Clarkson Potter 1995
und
May Brawley Hill: Grandmother’s Garden: The Old-Fashioned American Garden 1865 – 1915. Abrams 1995

Bin dann mal im Garten……….

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Im Märzen der Leser

die Bücher verschlingt…..

Nein, hier kommt kein Bericht von der Leipziger Buchmesse, da ich nicht hingefahren bin. Als Bibliothekar bin ich ja sowieso „nur“ Zweitverwerter, also nicht mit dem Einkauf befasst, sondern nur mit der „Verteilung“. Und da ich mich eher auf naturwissenschaftlichem und medizinischem Terrain bewege, also mehr mit Computern und virtuellen Realitäten zu tun habe, ist eine Buchmesse nicht mein primäres Ziel.
Ausserdem liegt mir Frankfurt räumlich einfach näher…

Also ist das Lesen mein Hobby ohne beruflichen oder gar wissenschaftlichen Anspruch.

Hier die Leseausbeute des Monats März:

Celeste Ng: Kleine Feuer überall
Êine verschlafene amerikanische Vorstadt, in der das Leben in gesicherten, aber auch geregelten Bahnen verläuft. Eigentlich ein Traum, den sich die Gründer dieser kleinen Siedlung vor 3 Generationen erfüllten. Inzwischen eine Vorstadt von Cleveland, leben cover Kleine Feuer überalldie Bewohner immer noch im Geiste der Gründer, dass alles seine Ordnung hat,die Regeln von damals immer noch ihre Gültigkeit haben und so werden die kommenden Generationen in diesem Geist weiterleben. Ein Ausbrechen ist nicht vorgesehen.
Welche Dynamik sich unausweichlich entwickelt, wenn in diese geregelte Welt ein Ereignis eintritt, dass nicht mit den Moral- oder Anstandsregeln sich einfach lösen lässt, das zeigt Celeste Ng in phantastischer Weise. Wie in einem Sog wird man in das Leben mit hineingesogen, kann sich den verzweifelten Versuchen der Protagonisten, ihr Leben wieder in die „richtigen“ Bahnen zu bringen, oder erst einmal die richtige Richtung zu finden, nicht entziehen.
Für mich ein Pageturner, den ich in einer Woche geradezu verschlungen habe.

Hannah Corvey: Badische Bienen
Der dritte Heidelberg-Krimi der Autorin und für mich leider auch der schwächste. Die Seitenplots sind nicht richtig ausgearbeitet und waren irgendwie auch nicht richtig für die „Hauptstory „nützlich“.
Trotzdem innert ein paar Tagen durchgelesen, aber leider haben die Badischen Bienen nicht gesochen.

David Whitehouse: Der Blumensammler
Ein Genuß! Spannend geschrieben, langsam verflechten sich die Stränge und genauso langsam entflicht sich das Geheimnis. Faszinierend die Vorstellung, in entfernteste Länder zu reisen, nur um eine bestimmte Pflanze zu finden. Man stelle sich vor; eine abgelegene Wüste in Chile, mindestens 3 Tagesmärsche von der Straße entfernt durch unwirtliches Gebiet, um dann zusammen mit anderen Enthusiasten sein Zeltlager aufzustellen und tagelang auf das nächtliche Erblühen einer unscheinbaren, aber nur dort vorkommenden Blüte zu warten.
Fast so schön wie in entlegene Gegenden zureisen, zu nachtschlafender Zeit durch unbekannte Wälder zu schleichen, um den Gesang eines seltenen Vogels zu erlauschen.
Warum nur erinnert mich das an Großbritannien?;-))
Absolut eine Leseempfehlung!! Am besten im Garten…
Was mir gerade erst auffiel: vor genau einem Jahr hatte ich schoneinmal ein Buch von David Whitehouse gelesen: Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek

Elif Shafak: Der Bonbonpalast
Eine jede Geschichte hat einen Startpunkt. Allerdings vor diesem Zeit- und Startpunkt hat die Geschichte ja schon eine Zeit davor. Und die müsste man ja eigentlich auch ersteinmal erzählen, damit der Leser über die Gegebenheiten, wie sie sich bis zum Startpunkt der Geschichte entwickelt haben, informiert ist. Also das Davor, im Zweifelsfalle geht man zum besseren Verständnis sicherheitshalber sogar noch vor das Davor, damit der Leser dann auch wirklich im Bilde ist.
Wenn man als Leser bis zur Umbettung der Friedhöfe noch nicht in den Davors verloren gegangen ist, dann kann man sich in den so wunderbar arabisch anmutenden Erzählstil, blumig und verschwurbelt, farbenfroh und angereichert mit wunderbaren Vergleichen, hineinlesen und darin schwelgen.
Noch bin ich im 2. Davor der Geschichte, aber selbst das ist so wunderbar, dass ich keine Eile habe, die Geschichte selbst zu erreichen. Ob es auch ein Danach geben wird? Es bleibt spannend!
Update: Ich bin inzwischen im „Jetzt“ angekommen! Genial, wie sich die Fäden zu einem ganzen Erzählteppich verknüpfen…

 

 

 

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